Nur bist zum Mond ist es weiter!

Ja, das habe ich mir wohl nicht so ganz bewusst gemacht,als ich mir Neuseeland als das Land ausgesucht habe, in dem ich einen kleinen Teil meines Lebenes verbringen will.

Im Sommer 2005 fing eigentlich alles an. Damals war es nur die Idee, dass ich gerne ins Ausland möchte. Ich weiß nicht, ob es einfach die Tatsache ist, dass mir für die Zukunft so wohl einige Türen aufgegangen sind. Warscheinlich ist es vielmehr die Vorstellung davon, dass ich einfach hier raus will. So jedem den ich treffe und der Heesten nicht kennt erzähle ich warscheinlich, wie verdammt schön es hier ist und dazu stehe ich auch immer noch. Ich habe hier wohl die schönste Kindheit gehabt, die man sich wünschen konnte. Letzten Endes sind es aber (leider) nur 6 Monate, die ich am anderen Ende der Welt verbringen werde!

Wie gesagt, 2005 kam die Idee auf. Allerdings ließ ich mir erst einmal von einigen Organisationen Informationen über so ein Auslandsjahr schicken. AIFS, AFS, info oder was es da noch so alles gibt hat mich aber irgendwie nicht so wirklich überzeugt. Weder die Begeisterung in allen Broschüren für Amerika noch die Ausgangskriterien waren das, was ich mir vorgestellt habe. In dieser Zeit hätte ich aber warscheinlich jede Chance genutzt, das hier alles zu verwirklichen.

Ich weiß nicht wie wir dadrauf gekommen sind, aber letzten Endes haben wir Kevis Mama, Frau Müller, kennengelernt und was besseres hätte mir wirklich nicht passieren können. Frau Müller organisiert Auslandsaufenthalte für Schüler in Neuseeland und das alles ohne eine Organisation, sondern privat. Der Vorteil hier dran ist, dass man nicht einfach in irgendeinen Staat gesteckt wird und in der letzten Minute erfährt, wo und wie alles passiert. Die Stadt und meine Schule konnte ich mir selbst aussuchen und letzten Endes bin ich wohl selbst Schuld, wenn irgendwas schief läuft.

Im Dezember gab es erste Vorbesprechungen aber es war ja noch genügend Zeit, denn es sollte erst im Janur 2007 losgehen. Was ich persönlich am Anfang sehr schade fand, aber im Nachhinein wirklich besser ist. Ab März wurde es dann schon ernster. 5 andere Leute fliegen auch mit mir und Flüge mussten früh gebucht werden. Ich weiß bis heute nicht, was daran so teuer ist. Aufjeden Fall habe ich mir dann eine Schule ausgesucht. Ka, wieso es umbedingt Dunedin sein sollte,aber wirkliche Gedanken habe ich mir dadrüber wohl nicht gemacht. Bist jetzt habe ich es allerdings noch nicht berreut und würde mich warscheinlich nochmal für Dunedin und die LoganPark entscheinden.  Weiter....Seit ungefähr Ende des Sommers geht hier alles ziemlich schnell. Die Schule hat mich angenommen, Visum ist auch da,Zahlungsbestätigungen sind angekommen, Flüge gebucht, Vorbereitungen werden getroffen! Bist zu einem gewissen Zeitpunkt hatte ich das alles wirklich noch nicht realisiert und hatte im Kopf, dass ich da hinfliege, alles angucke und dann wieder ganz schnell weg bin und das hier alles zu Hause nicht aufgeben muss. Wie gesagt, bis zu einem gewissen Zeitpunkt. Irgendwann denkt man einfach nicht mehr nur bis zum Zeitpunkt des Packens,sonder sieht sich am ersten Tag in der Schule oder am Flughafen stehen. Es ist schwer zu beschreiben, aber bei mir war es so,dass ich wirklich immer nur in Bruchstücken an 2007 gedacht habe. Erst saß ich nur im Flugzeug,dann hatte ich irgendwann meine Schule vor Augen. Warscheinlich wissen wirklich nur Leute, die das selbst mitgemacht haben was ich meine und an dieser Stelle sollte ich mich vielleicht auch noch mal bei denjenigen Bedanken, die sich das alles trotzdem Tag für Tag angehört haben, obwohl sie sicherlich nicht nachvollziehen konnten, was gerade passiert.

Wirklich zu Ende waren die Hauptvorbereitungen am 12.11.2006, wo ich die erste Mail von meiner neuen Gastfamilie bekommen habe. Schwer zu beschreiben, wie ich mich gefühlt habe, aber ich wusste,dass es jetzt wohl kein Zurück mehr geben würde. In der ersten Mail wurden meine Erwartungen nicht erfüllt,aber ich weiß noch genau,dass ich alles andere als enttäuscht war. Da ich vorher keine wirklichen Ansprüche hatte, hätte eigentlich so ziemlich jeder kommen können und ich hätte es toll gefunden. Natürlich hat man im Kopf, wie es am besten hätte sein können, aber letzten Endes bin ich verdammt zufrieden mit dem, was die Logan Park High School und Frau Müller für mich organisiert haben. Der erste Eindruck von den Morrisons war sehr positiv und es ist bewunderswert, wie man in einer einzigen Mail herüberbringen kann, dass man nicht nur einer von tausenden ist!

Aber das gehört hier wohl alles nicht mehr hin.

Es ist erstaunlich, wie "Schlag auf Schlag" so ein Aufenthalt entwickelt wird und natürlich gab es Tage, an denen ich nicht sicher war, ob das wirklich alles so das richtige ist.

Letzten Endes ist es wohl die größste Chance in meinem Leben!



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